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Lehrer der Goetheschule auf Reisen

Kerstin Malta

Einige Lehrer der Goetheschule fehlen aktuell einige Stunden im Unterricht, da sie sich im Ausland fortbilden. Neben dem ERASMUS+ - Projekt haben zwei Kollegen an einer kurzen Studienreise nach Brüssel teilgenommen.


Derzeitig gibt es das ERASMUS+ Projekt mit dem Titel „Förderung der interkulturellen Bildung zur Stärkung des Europaprofils“, an dem 12 Lehrer der Goetheschule mitwirken. Die Fortbildungen werden mit einer Summe von fast 31.000€ gefördert. Mit diesem Betrag werden die Fahrtkosten, Kurskosten und Unterbringungskosten der Teilnehmer im Ausland gefördert. Die beteiligten Lehrer fliegen u.a. nach Malta, Island, Spanien, England oder Guadeloupe, um sich mit Kollegen aus anderen Ländern zu gemeinsamen Fortbildungen im Bereich „interkulturelles Lernen“ zu treffen und auszutauschen.


Hier sind die ersten Eindrücke und Rückmeldungen:


Herr Legrand: Island

Islands Bildungssystem gilt als eines der am wenigsten selektiven überhaupt und in Deutschland kocht die Diskussion über Bildungsgerechtigkeit respektive Chancengleichheit hoch. Grund genug nach Island zu fliegen, um sich die Haltung zur Bildungsfrage dort einmal genauer anzuschauen.

Raphael Legrand besuchte eine isländische Fortbildung zum Thema interkulturelles Lernen, wobei Interkulturalität als Umgang mit Diversität im Allgemeinen gesehen wird. Mit diesem Ansatz wird jeder Klassenraum zu einer interkulturellen Begegnungsstätte, in der mit Vielfalt umgegangen werden muss. Diese Heterogenität kann man aber positiv als Bereicherung umdeuten: Im Optimalfall sind im Klassenraum unterschiedlichste Interessenschwerpunkte und damit Expertisen vertreten. Die Fortbildung legte den Schwerpunkt auf die Verbindung dieser Kräfte — weg von einem kompetitiven Arbeiten (Wer ist der beste Schüler?) hin zu einem (weniger selektiven) kooperativen Lernen (Wie können wir zusammen bessere Ergebnisse erzielen?). In letzter Konsequenz ging es also um die Stärkung sogenannter Social Skills.

 

Raphael Island

 

Wie wir die Erkenntnisse, auch der übrigen Fortbildungen im Rahmen von Erasmus+, in unser Schulleben einbringen, werden wir in den nächsten zwei Jahren intensiv beraten.

 


Frau Rehhab-Dammann: Malta

Auch für Lehrer ist ein Perspektivwechsel wichtig. Wie funktioniert Schule in den anderen Ländern Europas? Welche Ideen und Impulse kann ich von dort bekommen? Es war toll, sich mit französischen und polnischen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Wie das Foto beweist: Wir sahen die Welt einmal mit anderen Augen! ;-)

 

Kerstin Malta

 


Frau Grygas: Frankreich, Sprachschule in Lyon

Bei dem belegten Kurs handelte es sich um ein einwöchiges Angebot für Lehrer, die Französisch als Fremdsprache unterrichten. Es umfasste sowohl Unterricht in der französischen Sprache als auch ein Angebot, das das Ziel verfolgte, pädagogische Praktiken kennenzulernen bzw. zu vertiefen, um somit eine Verbesserung des eigenen Unterrichts zu erreichen. Außerdem bestand die Möglichkeit, ein bis zwei Mal für eine halbe Stunde im Sprachunterricht verschiedener Niveaus zu hospitieren.

Die Sprachschule bot zudem verschiedene Möglichkeiten der Unterbringung an: eine Einzimmerwohnung, eine Zimmer in einer WG mit anderen Schülern der Schule oder eine Gastfamilie. Insgesamt war ich nur bedingt mit der Fortbildung zufrieden, hatte aber den Eindruck als wäre die Schule ein guter Ort zum Erlernen der französischen Sprache.

 

Kaja Frankreich

 

 

Herr Aderjahn: Guadeloupe

Claudio Aderjahn beim Austausch mit Kollegen über Projektmanagement in internationalen Erasmus-Projekten der Europäischen Union auf einem Seminar in Guadeloupe.

 

2018_Claudio_Guadeloupe


Frau Ulbricht und Herr Grün: Brüssel

Vom 4.11.18 bis 6.11.18 besuchten wir, Herr Grün und Frau Ulbricht, auf Einladung der EU die europäische Hauptstadt Brüssel. Die Hoffnung war, dass die Teilnehmer mehr über die EU erfahren und dieses Projekt, welches uns eine lange Zeit von Frieden auf dem europäischen Kontinent bescherte, mit viel Enthusiasmus den SchülerInnen näher bringen werden. Programmpunkte wie der Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte und des Parlamentes inklusive einer sehr kontrovers geführten Diskussion mit einem Abgeordneten der CDU aus Niedersachsen verdeutlichten einmal mehr auf welchen fragilen Grundlagen unsere politische Zusammenarbeit innerhalb der EU fußt. Ein Grund mehr, die EU nicht nur problemorientiert im Unterricht zu betrachten sondern vor allem die Chancen gerade auch für junge Leute stärker zu betonen!

 

Europaschulkoordinator

S. Menkens