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Latein-Klassen besichtigen römisches Trier

Porta Nigra

 

Passend zur Lektüre des ‚Gallischen Krieges‘ von Julius Caesar fuhren die Latein-Klassen des Jahrgangs 10 nach Trier. Galt es doch nach dem Studium der textlichen Überlieferungen auch die archäologischen Zeugnisse in Augenschein zu nehmen und so eine umfassendere Vorstellung von der (spät)antiken Welt zu erhalten. Caesars Nachfolger Augustus hatte im Jahre 17 vor Christus die spätere Kaiserstadt des römischen Imperiums im Gebiet der von Caesar besiegten Treverer (Einwohner von Trier) mit der Bezeichnung ‚Augusta Treverorum‘, später ‚Treveris‘, gegründet. Kaiser Diokletian ernannte sie im Jahre 293 nach Christus zur römischen Kaiserresidenz und Hauptstadt des weströmischen Reiches. Ihr berühmtester Regent war Kaiser Konstantin, der als erster römischer Kaiser das Christentum tolerierte.

 

 

Fragment einer römischen Granit-Säule vor dem Dom

 

Die Kaiser gaben ein umfangreiches Bauprogramm in Auftrag, das ihre Macht ebenbürtig repräsentieren sollte. Es entstanden so bedeutende Bauwerke, die heute in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes geführt werden, wie die Thermen,

 

in den unteren Räumen der Kaiserthermen

 

das Amphitheater, die Basiliken (späterer Dom), die Stadttore (Porta Nigra), der Circus (Pferderennbahn), der Aquädukt, die Römerbrücke, der Audienzpalast des Kaisers

 

römische Palastaula, die sogenannte Konstantinbasilika

 

und viele Wohngebäude für die 60.000 Treverer und Römer. Eindrucksvoll lernten wir die römischen Gebäude, die Bautechniken, römisches Alltagsleben, Handwerk und Handel, kaiserliches Regieren und vor allem auch den Übergang von der heidnischen zur christlichen Zeit kennen.

Text und Fotos: Rüdiger Ant, Eva Neßling-Tihomirov